Stuttgart, den 20. August 2026

Mein Handy meine Entscheidung!

Landesschülerbeirat Presse |
Bei der neuen Verordnung zur sogenannten „Handypause“ argumentiert der Minister mit dem Koalitionsvertrag. Im Koalitionsvertrag steht aber nicht nur, dass die private Nutzung von Handys in der Schule verhindert werden soll, sondern auch, dass sich dabei an den Ergebnissen der Prien-Kommission orientiert wird. Diese kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

„Wir sollen ab der 8. Klasse miteinbezogen werden, das fordert die Experten-Kommission. Warum wird das ignoriert, wenn es dafür offensichtlich keine sinnvollen Gründe gibt? Ist das dann eine ideologische Entscheidung?“ — Jenna Fink, 14-jährige Pressesprecherin des LSBR

„In keiner Schule im ganzen Land ist die private Handynutzung während des Unterrichts erlaubt.“ — Jenna Fink, Pressesprecherin des LSBR

Der Landesschülerbeirat betrachtet die geplante Verordnung deswegen hauptsächlich als zahnlos. Gleichzeitig ist der Landesschülerbeirat der Meinung, dass die private Nutzung nicht nur für Schüler:innen, sondern auch für Lehrkräfte untersagt sein sollte.

„Und unsere Lehrer spielen dann Candy-Crush im Unterricht? Lehrkräfte haben eine Vorbildfunktion. Und wir Schüler sind es leid, in der Schule andauernd als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden.“ — Johannes Stahl, Vorsitzender des LSBR

Echte Veränderungen sind nur die strikten Handyverbote in den kleinen und vor allem den Mittagspausen. Die sind unmöglich durchzusetzen und unpädagogisch. Deswegen fordert der LSBR, dass sich die Landespolitik an die Ergebnisse der Prien-Kommission hält und die Schüler:innen ab der 8. Klasse miteinbezieht, wie die Handynutzung an der Schule geregelt ist. Der LSBR fordert deswegen, dass die SMVen alleine die Handyregelungen an den jeweiligen Schulen entscheiden.

„Und da wollen wir auch nicht mit am Tisch sitzen, da sollten wir die Einzigen sein, die am Tisch sitzen.“ — Johannes Stahl, Vorsitzender des LSBR

„Wenn man uns Handys verbietet, bringt man uns bei, Autoritäten zu gehorchen, wenn man uns fragt, ob wir Handys verbieten wollen, bringt man uns dazu, unsere Handynutzung zu reflektieren.“ — Jenna Fink, Pressesprecherin des LSBR