LSBR-Grundsatzprogramm-default

Selbstwirksamkeit als pädagogisches Leitprinzip

Der Landesschülerbeirat spricht sich dafür aus, die Förderung von Selbstwirksamkeit als zentrales pädagogisches Leitprinzip in der Schule zu verankern

Forderung

Der Landesschülerbeirat spricht sich dafür aus, die Förderung von Selbstwirksamkeit als zentrales pädagogisches Leitprinzip in der Schule zu verankern. Schüler*innen sollen im schulischen Alltag verstärkt Gelegenheiten erhalten, durch eigenes Handeln Wirkung zu erzielen – sei es in Beteiligungsprozessen, projektorientierten Lernformaten oder durch eine generelle Haltung, die Mitsprache ernst nimmt. Ziel ist es, junge Menschen darin zu bestärken, Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft zu entwickeln und sich als aktive Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu erleben.

Begründung

Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit – also das Gefühl, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können – ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis und zentral für die Persönlichkeitsentwicklung. Sie stärkt das Selbstbewusstsein, fördert Motivation und Resilienz und legt die Basis für demokratische Teilhabe. Wer Selbstwirksamkeit erlebt, traut sich eher, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen mitzugestalten und sich gesellschaftlich zu engagieren.

Im schulischen Alltag bleibt diese Erfahrung jedoch häufig aus: Entscheidungen werden oft über die Köpfe der Schülerinnen hinweg getroffen, echte Beteiligung ist selten und meist auf symbolische Formen beschränkt. Gleichzeitig prägen Leistungsdruck, starre Strukturen und ein Mangel an Anerkennung das schulische Klima – was dazu führen kann, dass Schülerinnen sich als passiv, ohnmächtig oder nicht ernst genommen empfinden. Auch Erfahrungen mit Mobbing, Diskriminierung oder rassistischen Zuschreibungen können das Gefühl von Ohnmacht verstärken. Wenn Schule diesen Erlebnissen nicht aktiv entgegenwirkt, wird das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit untergraben – und damit auch in die Schule als geschützten Ort für Entwicklung und Teilhabe. Laut der Shell Jugendstudie 2019 fühlen sich nur etwa 41 % der Jugendlichen politisch wirksam – ein Signal, das auch für die schulische Bildung Anlass zur Reflexion gibt.

Dabei zeigen zahlreiche Studien, dass gerade die Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit ein entscheidender Faktor für Bildungserfolg und seelisches Wohlbefinden ist. Die Bildungsforschung verweist darauf, dass Selbstwirksamkeitserwartungen eng mit Lernmotivation, Leistung und sozialem Verhalten zusammenhängen (vgl. Bandura 1997). Schulen, die Raum für Mitbestimmung, Eigenverantwortung und kreative Lösungsansätze schaffen, fördern nicht nur bessere Lernprozesse, sondern auch die Entwicklung aktiver, mündiger Persönlichkeiten. Dies kann in unterschiedlichen Bereichen geschehen: durch projektorientierten Unterricht, durch die aktive Einbindung von Schüler*innen in Schulentwicklungsprozesse, durch transparente Kommunikation und durch eine Haltung, die Fehler als Lernchancen und Vielfalt als Stärke begreift.

Selbstwirksamkeit ist damit weit mehr als ein pädagogisches D etail – sie ist ein Grundpfeiler zeitgemäßer Bildung und eine Voraussetzung für die Stärkung demokratischer Kompetenzen. Der Landesschülerbeirat erkennt darin ein grundlegendes Ziel schulischer Bildung, das in allen Bereichen des schulischen Lebens mitgedacht und gefördert werden sollte.

Art des Antrags: Grundsatzantrag

Add Your Heading Text Here

Selbstwirksamkeit als pädagogisches Leitprinzip

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis aute irure dolor in reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur. Excepteur sint occaecat cupidatat non proident, sunt in culpa qui officia deserunt mollit anim id est laborum.