English in and German out?

Die neuen Ergebnisse der IQB-Studie klären einiges auf

• Rund 30 % der Schüler:innen erreichen Mindeststandards nicht
• Englisch vermutlich durch Social Media beliebter als Deutsch
• Schüler:innen fühlen sich wohl an den Schulen

Vergangenen Freitag, wurden die Ergebnisse der neuen IQB-Studie der
Sekundarstufe I veröffentlicht. Noch bevor die Ergebnisse bekannt wurden, hat die
Kultusministerin zu einem Informationsgespräch eingeladen und betonte dabei gestern,
die datengestützte Schulentwicklung in Baden-Württemberg weiter vorantreiben zu
wollen. Geladen waren verschiedene Akteure der baden-württembergischen
Bildungspolitik und die Bildungsanalyseinstitute wie das die das Institut zur
Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

Besonders fallen die Ergebnisse zum Fach Deutsch auf, und diese sollen deshalb nun
stärker unter die Lupe genommen werden. Rund ein Drittel der Neuntklässler:innen
erreicht nicht die geforderten Mindeststandards, oft gibt es Probleme mit dem Verstehen
der Aufgabenstellungen.

Auch der Aspekt, dass die Deutschlehrkräfte ihr Fach zu 83 % gerne und voller
Enthusiasmus unterrichten, aber fast 50 % der Schülerschaft geben an, ein kaum
Interesse am Fach Deutsch zu haben – das lässt Raum für Nachfragen. Hier seien
ebenfalls sofort, nach Veröffentlichung der Ergebnisse, Treffen geplant worden, wo man
sich intensiv mit dem scheinbar immer unbeliebter werdenden Fach Deutsch befassen
wolle.

„Gerne stehen wir hier auch als Interessenvertreter:innen der Schülerschaft beratend zur
Seite und geben Input aus der Schülerperspektive auf das Fach Deutsch.”, so Berat
Gürbüz, Vorsitzender des Landesschülerbeirates.

Die signifikant besseren Trends des Faches Englisch sind im Vergleich zum Fach
Deutsch lassen sich bundesweit verzeichnen. Der Landeschülerbeirat unterstützt dabei
durchaus die Vermutung, welche sich im Fazit des IQBs wiederfinden lässt: Nämlich,
dass dies nicht etwa primär auf eine starke Qualitätssteigerung des Englischunterrichts,
sondern vielmehr auf die stark gestiegene Präsenz der englischen Sprache durch die
Nutzung von Social-Media im Leben der Jugendlichen zurückzuführen ist.

Bildungserfolg hängt stark von der sozialen Herkunft ab

“Es ist schade und besorgniserregend, dass der Bildungserfolg noch sehr stark von der
sozialen Herkunft abhängt. Vor allem in Sachen Zuhören und Sprachförderung lässt sich
das feststellen.”, betont Gürbüz. Der Landesschülerbeirat Baden-Württemberg fordert in
Anbetracht dieser Ergebnisse verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der
Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler im Land. Die IQB-Studie unterstreicht
die Bedeutung einer zukunftsorientierten Bildungspolitik, die auf Qualität und
Chancengerechtigkeit ausgerichtet ist.

Schüler:innen fühlen sich wohl in der Schule

Fast 80 % der Schüler:innen gaben an, sich in ihrer Schule wohl zu fühlen, ein Ergebnis,
das sich durchaus sehen lässt und zum großen Teil den vielen motivierten und
engagierten Lehrkräften zu verdanken ist. Natürlich darf man sich angesichts der noch
massiven existierenden Probleme in der Bildungslandschaft nicht auf diesen Ergebnissen
ausruhen – dennoch darf man sich ab und zu auch mal über Ergebnisse freuen.
Auch der Ansatz der Ministerin, nicht nur den äußerst wichtigen Aspekt der
Mindeststandardförderung im Auge zu behalten, sondern auch auf die Förderung der
bereits guten Schüler:innen zu achten, ist aus Sicht des Landesschülerbeirates sehr
wichtig.

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