Landesschülerbeirat fordert langfristige Konzepte

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Der Landesschülerbeirat begrüßt, dass die Notwendigkeit erkannt wurde Schülerinnen und Schüler sowie ihren persönliche Umkreis zu schützen. Die Ferienverlängerung im Hinblick auf Weihnachten erfüllt diesen Zweck allerdings nicht ausreichend. Trotz der dazugewonnen Ferientage reicht der Zeitraum nicht aus, um eine Infektion auszuschließen. Die mittlere Inkubationszeit von 5-6 Tagen wird nur knapp eingehalten. „Es ist gefährlich die Familien in falscher Sicherheit zu wiegen. Falls eine Person erst spät oder gar keine Symptome zeigt, verbreitet sie ausgerechnet an Heilig Abend den Virus.“ warnt der Vorsitzende des Landesschülerbeirats David Jung. Daher mahnt der Landeschülerbeirat trotz verlängerter Weihnachtsferien zu Vorsicht.

Das Gremium fordert außerdem ein Betreuungsangebot in den zusätzlichen Ferientagen. „Viele Berufstätige können so kurzfristig vor Weihnachten keinen Urlaub nehmen und scheuen sich zurecht davor, das Kind an andere Personen, wie zum Beispiel die Großeltern, abzugeben“, so die Pressesprecherin des Landesschülerbeirats Elisabeth Schilli. Hier muss Abhilfe geschafft werden, natürlich mit umfassenden Hygienekonzepten. Durch die geringere Anzahl von Schülerinnen und Schüler können diese auch deutlich besser umgesetzt werden. Es müssen Lösungen gefunden werden, wie und von wem diese zusätzlichen Betreuungstage gestemmt werden. Sie völlig wegzulassen ist dennoch keine Alternative.

„Die Strategie zur Bewältigung der Pandemie ist immer noch nicht langfristig“ kritisiert die Pressesprecherin. Die verlängerten Weihnachtsferien sind nur ein Aufschub. Die Temperaturen sinken und das ständige Lüften wird immer problematischer. Für den Landeschülerbeirat können diese Umstände so nicht bis zum Frühjahr bleiben. „Wir brauchen tragfähige alternative Konzepte wie zum Beispiel Luftfilteranlagen oder ein rollierendes System“ so Elisabeth Schilli. Darüber hinaus muss auch eine Entlastung des öffentlichen Nahverkehrs stattfinden.

Dem Landesschülerbeirat selbstverständlich bewusst, dass sich unsere Gesellschaft immer noch in einer Ausnahmesituation befindet. „Die vielfältigen Probleme können nur gelöst werden, wenn gemeinschaftlich und kooperativ Lösungen gesucht und gefunden werden“, betont der Vorsitzende. Deshalb fordert der Landesschülerbeirat einen intensiveren Austausch aller Beteiligten. Dies betrifft vor allem die Landesregierung und die Bundesregierung bei der Fassung von Beschlüssen.