Landesschülerbeirat fordert Einhaltung der Hygienestandards

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Dem Landesschülerbeirat ist bewusst, wie wichtig der Sportunterricht und die damit verbundene Bewegung während des Schultages ist. Allerdings erachtet er es auf Grund des aktuellen Infektionsgeschehens als unmöglich, diesen weiterhin in gehabter Form stattfinden zu lassen. „Dabei können nicht einmal die von der Landesregierung vorgegebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, Masken zu tragen und Abstände einzuhalten, was die Mehrzahl der Baden-Württembergischen Schülerinnen und Schüler beunruhigt. Hier kann ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht ausgeschlossen werden, was den Gleichmut der Schülerschaft bemerkbar schwinden lässt.“ so David Jung, Vorsitzender des Landesschülerbeirats.

Die durch den Sportunterricht intensivierte Atmung macht das Maskentragen zu anstrengend und damit unmöglich. Zumal viele Turnhallen nicht ausreichend belüftet werden können und die entstehenden Aerosole dort nicht entweichen. Ein Sportunterricht mit Maske ist deshalb für den Landesschülerbeirat ausgeschlossen und Handlungsbedarf dringend nötig. „In jedem anderen schulischen Bereich versucht man, das Infektionsrisiko zu vermeiden und für den Sportunterricht werden keine Maßnahmen ergriffen – das ist unverantwortlich und muss sich schnellstmöglich ändern“ mahnt die Pressesprecherin Elisabeth Schilli.

Der Landesschülerbeirat begrüßt die Bemühungen von Schulen, geeignete Alternativen mit geringem Infektionsrisiko zu finden, um den Sportunterricht aufrecht erhalten zu können. Sportarten mit großem Abstand und nicht signifikant erhöhter Atemfrequenz und damit verbundener Aerosolbildung erachtet der Landesschülerbeirat als unproblematisch. Allerdings sieht er die sportliche Betätigung im Freien angesichts der kälter werdenden Temperaturen als kritisch. Außerdem ist auch das Repertoire der Sporttheorie irgendwann ausgeschöpft. Bei Sportprüflingen findet der Landesschülerbeirat eine Ausnahme der Regelung gerechtfertigt.